Pneumologische Diagnostik

Ohne Arztgespräch, ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung mit Abhören von Herz und Lunge gibt es bei uns bei einer terminierten Erstvorstellung keine Funktionsdiagnostik.

Die Röntgenaufnahme des Thorax (Summationsbild) ist noch immer zentraler Bestandteil der pneumologischen Primär- und auch Verlaufsdiagnostik für sehr viele Krankheitsbilder, auch wenn die CT-Thorax (Computertomographie, Schnittbild), die von den Radiologen durchgeführt wird, zunehmend an Bedeutung gewonnen hat und weiter gewinnen wird.

Wir können digitales Bildmaterial und somit auch übermittelte oder mitgebrachte Computertomographien des Thorax als Fremdbefund sehr schnell auf unserem Röntgen-Server einlesen und so dem Patienten in der Sprechstunde präsentieren, die Befunde besser erklären und die daraus erwachsenden nächsten Schritte transparenter machen.

Schon seit 2001 betreiben wir für unsere Röntgen-Thorax-Aufnahmen ein digitales System (IMIX 2000).

Wir speichern die Bilder auf Festplatte und befunden auf hochauflösenden Bildschirmen und können die Bilddaten schnell übermitteln, auf CD oder Stick oder verschlüsselt über das Internet.
Es bleibt natürlich bei der Anwendung von Röntgenstrahlen. Die Strahlenbelastung ist aber für die Radiographie der Lunge erstaunlich gering. Ein Transatlantikflug entspricht mit einer effektiven Dosis von 0,04- 0,09 mSv (Millisievert) etwa einer Lungenaufnahme.

Dr. Ulrich Schröter Pneumologe Allergologe Trier Luxembourg

Die Bodyplethysmographie (“große Lungenfunktion”) steht im Mittelpunkt der Funktionsdiagnostik des Lungenfacharztes.

Ein Plethysmograph kann über die Spirometrie hinaus (“kleine Lungenfunktion”), den Atemwegswiderstand bei Ruheatmung (zentrale Obstruktion) bestimmen und v.a. auch aktiv nicht mobilisierbare Lungenvolumina messen, nämlich das sog. Residualvolumen, d.h. die Menge Luft, die nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibt, (vergrößert z.B. beim Lungenemphysem).

Dr. Ulrich Schröter Pneumologe Allergologe Trier Luxembourg

Informationsvideo:
Hier Video ansehen

Dr. Ulrich Schröter Pneumologe Allergologe Trier Luxembourg

Wir arbeiten mit zwei MasterScreen Plethysmographen der Firma CareFusion (ehemals Jaeger) mit zwei unterschiedlichen Provokationssystemen (s.u.), deren Wartung und tägliche Eichung recht aufwändig ist. Die Daten jeder Einzelmessung sind in einer eigenen Datenbank gespeichert und auch von den Sprechzimmern direkt zugänglich.

Die Messung der Diffusionskapazität für Kohlenmonoxid (CO) und die Bestimmung der Lungenvolumina mittels Helium (He) ist in die Bodyplethysmographie integriert. Es wird gemessen, wie gut der eingeatmete Sauerstoff in den Lungenbläschen, den Alveolen, ankommt (sehr vereinfacht ausgedrückt) und es können – weitgehend unabhängig von der Mitarbeit des Patienten – Lungenvolumina bestimmt werden.

Dr. Ulrich Schröter Pneumologe Allergologe Trier Luxembourg
Dr. Ulrich Schröter Pneumolog Allergologe Trier Luxembourg

Die kontrollierte bronchiale Provokation mit einer “pharmakologischen Reizsubstanz” ist die zentrale Methode, um das Ausmaß der Überempfindlichkeit der Atemwege (bronchiale Hyperreagibilität) zu bestimmen und um den Effekt einer Asthma-Therapie objektiv zu kontrollieren. Wir arbeiten mit dem Provokit der Firma Aristo  (Methacholin) am Verneblersystem der Firma CareFusion in der Lungenfunktion 1 (“unspezifische Provokation”). Wir haben für spezielle Fragestellungen und gutachterliche Tätigkeit das System Pari Provokation Test II (Beutelsystem) in der Lungenfunktion 2 zur Verfügung. Hier können wir auch “spezifische Provokationen” mit Allergenextrakten durchführen.

Die FeNO-Messung Fraktioniertes, expiratorisches Stickoxid (NO) in der Ausatemluft – ist in der primären Diagnostik und Verlaufsbeurteilung des Asthma bronchiale als Messverfahren für das Ausmaß der bronchialen (eosinophilen) Entzündung nicht mehr verzichtbar.

Wir bieten das System NIOX VERO® der Firma Aerocrine an und auch das System HypAir FeNO+ der Firma Medisoft, weil die Systeme für verschiedene Patienten nicht gleich gut geeignet sind, aber auch, um eine bessere Kontrolle der Messgenauigkeit zu haben. Es wird im Bereich ppb, also “parts per billion” (1:1.000.000.000) gemessen! Die FeNO-Messung wird in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, für GKV-Patienten müssen wir diese Leistung als sog. “IGeL-Leistung” anbieten (individuelle Gesundheitsleistung).

Informationsvideo:
Hier Video ansehen

Dr. Ulrich Schröter Pneumologe Allergologe Trier Luxembourg
Dr. Ulrich Schröter Pneumologe Allergologe Trier Luxembourg

Die Blutgasanalyse (Messung von Sauerstoff- und Kohlendioxidpartialdruck und pH-Wert im Blut, in Ruhe und unter Belastung, ist nicht nur für die pulmonale Diagnostik von sehr großer Bedeutung. Ihr Einsatz reicht vom Notfallmanagement (Indikation zur akuten Klinikeinweisung, s.u. unter Akutlabor) über die Differentialdiagnose der Luftnot (v.a. Erkennung einer psychogenen Hyperventilation) bis hin zur Verordnung einer Sauerstofflangzeittherapie (long-term oxygen therapy, kurz LOT oder LTOT) bei Patienten mit schwerer COPD und Lungenemphysem.

Die Pulsoxymetrie (unblutige Messung der Sauerstoffsättigung) ergänzt die Blutgasanalyse und macht eine Interpretation des Verhaltens der Blutgase während einer kontrollierten Belastung erst möglich und machbar, da eine kontinuierliche Messung mit einem tragbaren Gerät erfolgen kann.

Der 6-Minuten-Gehtest (6MGT) mit Blutgasanalyse vor, während und nach der Gehstrecke und kontinuierlicher Pulsoxymetrie ist neben der Spiroergometrie zum Standardtest der lungenfachärztlichen Belastungsuntesuchung geworden, da er am besten die Belastbarkeit im Alltag reproduzieren kann.

Für die Verordnung einer transportablen Sauerstoffeinheit und der Dosisfindung unter Belastung ist der 6MGT bei einer geplanten Sauerstofflangzeittherapie unverzichtbar.

Dr. Ulrich Schröter Pneumologe Allergologe Trier Luxembourg

Wir arbeiten systematisch mit dem CAT (COPD Assessment Test) und dem ACT (Asthmakontrolltest), da fragebogengestützte, validierte (auf Tauglichkeit geprüfte) Instrumente zur Schweregradeinteilung und Verlaufsbeurteilung der chronisch obstruktiven Atemwegserkrankung (COPD) und des Asthma bronchiale erforderlich sind, um eine leitliniengerechte Therapie zu ermöglichen.

Sie können über die o.g. Links die Fragebögen ausdrucken und bei der Erstvorstellung ausgefüllt mitbringen.

Dr. Ulrich Schröter Pneumologe Allergologe Trier Luxembourg

Die kardiorespiratorische Polygraphie (Schlaf-Apnoe-Screening) wird für die Erkennung schlafbezogener Atmungsstörungen eingesetzt und ist Voraussetzung für die Einweisung in ein Schlaflabor. Wir halten drei Einheiten der Firma Heinen+Löwenstein vor. Mit diesen mobilen, nicht an ein Schlaflabor gebundenen Geräten, kann auch die Effizienz einer bereits laufenden, nächtlichen Beatmungstherapie überprüft werden.

Kontakt:
Dr. med. Ulrich Schröter
Weberbach 66, 54290 Trier
Tel: +49 (0) 651 74445
Fax: +49 (0) 651 41211
kontakt@pneumologicum.eu

Sprechzeiten:
Mo – Fr: 07.30 bis 12.00 Uhr
Mo: 15.00 bis 18.00 Uhr
Do: 16.00 bis 19.00 Uhr

Die Praxis ist vormittags geöffnet bis 13.30 Uhr

Hyposensibilisierungstherapie:
Vormittags bis 11.15 Uhr
Nachmittags bis 30 Minuten
vor Ende der Sprechzeit (s.o.)

Termine nur nach Vereinbarung!